BERLIN - Der aktuelle monatliche Newsletter der DatenClearingStelle Pflege ist online und informiert über den aktuellen Stand der Bearbeitung und Veröffentlichung der Transparenzberichte sowie die Durchschnittsnoten im Ländervergleich.
ESSEN – Anfang 2012 hatte die Vertragsarbeitsgemeinschaft der privaten Verbände in Nordrhein-Westfalen (VAG NW) einen neuen Rahmenvertrag für häusliche Krankenpflege nach §§ 132, 132a Abs. 2 SGB V mit der Arbeitsgemeinschaft der rheinischen Betriebskrankenkassen (ARB) geschlossen. Die ambulanten Pflegedienste im Einzugsgebiet der ARB hatten bis Ende März die Möglichkeit dem Vertrag in einem vereinfachten Verfahren beizutreten. Diese Frist wurde bis Ende April 2012 verlängert.
Pflegedienste die bisher nicht beigetreten sind sollten den Beitritt schnellstens nachholen. Darauf weist die ARB in einem aktuellen Schreiben hin. Anderenfalls würden diese Dienste nicht zur Versorgung von Versicherten der ARB-Mitgliedskassen zugelassen. Weitere Informationen erhalten Sie beim DBfK Nordwest e.V..
BERLIN - Heute wurde ein Kommentar von Claudia Pohl, Referentin beim DBfK Bundesverband, zum Thema "Unter Verdacht - Berliner Pflegedienst-Skandal" in der Mai-Ausgabe von Die Schwester Der Pfleger plus veröffentlicht.
BERLIN - Der dritte Bericht zur Qualität in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen wurde gestern vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) vorgestellt. Im Vergleich zum letzten Bericht 2007 hat sich aus Sicht des MDS die Qualität der Pflege weiter verbessert. Insbesondere sind Verbesserungen bei Ernährung und Flüssigkeitsversorgung zu beobachten. Qualitätsentwicklungen werden speziell bei der Vermeidung von Druckgeschwüren (Dekubiti) und in der Versorgung von Menschen mit Demenz in der häuslichen Pflege gesehen.
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe e.V. (DBfK) zeigt sich erfreut über den weiterhin positiven Trend der Qualitätsentwicklungen. „In den Ergebnissen spiegeln sich die großen Anstrengungen der Einrichtungen wider, unter schwierigen Bedingungen gute Pflege zu verwirklichen“ sagt Franz Wagner, Bundesgeschäftsführer des DBfK. „Ärgerlich ist die Reduzierung auf einzelne Punkte ohne Kenntnis des Prüfverfahrens, des zu Grunde liegenden Bewertungssystems und vor allem ohne Berücksichtigung der Rahmenbedingungen. Solange die für die Qualitätsprüfung derzeit anzuwendenden Kriterien nicht maßgeblich von der Pflege beeinflusst werden können, müssen Schuldzuweisungen unterbleiben.“
Teilweise sind als verbesserungsbedürftig benannte Pflegebereiche, wie die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz, durch strukturelle Rahmenbedingungen beschränkt. Die Leistungen der Pflegeversicherung umfassen in der ambulanten Pflege Verrichtungen bei Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Hauswirtschaft. Der Zugang zu Menschen mit Demenz erfordert jedoch Zeit für eine dem Grad der Erkrankung angepassten Kommunikation. Wer den Umgang mit kognitiv eingeschränkten Menschen kennt weiß, wie zeitintensiv die gezielte und sich ständig wiederholende Anleitung der Betroffenen bei der Unterstützung in ihren täglichen pflegerischen Aktivitäten ist. Auch die Beratung der Angehörigen ist vergütungsrechtlich von den Kassen nicht vorgesehen.
Die mangelnde Qualität hinsichtlich der Vermeidung von Dekubiti bei jedem Dritten in der ambulanten Versorgung ist nicht allein den Pflegediensten anzukreiden. Wie die Umfrage des Dekubitus Forums des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed) im Februar 2012 zeigte, besteht bei rund einem Drittel der vom Pflegedienst betreuten Menschen ein erhöhtes Dekubitusrisiko. Antidekubitussysteme kommen aber laut ihrer Erkenntnis bei nur knapp 40 Prozent dieser Risikopatienten zum Einsatz. Trotz des bestehenden Anspruchs auf ein Antidekubitus-Hilfsmittel werden Anträge von gefährdeten Personen zu einem Großteil von den Krankenkassen abgelehnt. Auch dem DBfK liegen solche Berichte gehäuft vor.
Vor diesem Hintergrund sind die vom MDS ermittelten epidemiologischen Daten interessant. Sie zeigen die Versorgungsbedarfe der Bevölkerung auf, zumeist des älteren Teils der Gesellschaft. Pflege ist aber ein komplexes Geschehen, in dem viele Akteure Einfluss nehmen. Es muss interdisziplinär und sektorenübergreifend gehandelt werden, um die adäquate gesundheitliche Versorgung der Gesellschaft zu sichern. Dafür ist die Bereitstellung adäquater personeller und sächlicher Ressourcen erforderlich. Durch mehr Personal könnten auch weit mehr Heimbewohner ohne freiheitsentziehende Maßnahmen versorgt werden. (Quelle: www.dbfk.de)
BERLIN -
Ab heute ist bundesweit der ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der einheitlichen und kostenlosen Rufnummer 116 117 erreichbar. Die Rufnummer löst in Deutschland mehr als 1.000 verschiedene Rufnummern für den regionalen ärztlichen Bereitschaftsdienst ab. Anrufe aus dem deutschen Festnetz werden direkt mit dem nächsten ärztlichen Bereitschaftsdienst verbunden. Aus dem Mobilfunknetz ist diese automatische Vermittlung noch nicht möglich, die Anrufer werden mit einem Servicecenter verbunden und von dort weitervermittelt. Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf www.116117info.de.
HANNOVER/MÜNCHEN - Mit einem neuen Internetportal präsentiert der DBfK seine Angebote als Vertreter der Leistungserbringer. Neben der Interessenvertretung der Pflegenden nimmt der Berufsverband auch seine Verantwortung für Unternehmer an und hat diesen Arbeitsbereich in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich ausgebaut. Mit dem jetzt veröffentlichten Portal www.dbfk-unternehmer.de kommuniziert der DBfK nun auch im Internet sein Engagement für ambulante Pflegedienste und stationäre Einrichtungen. Welche Serviceleistungen mit einer Mitgliedschaft im DBfK einhergehen und was die Branche bewegt, erfahren Sie zukünftig auf diesen Seiten. Unser jetzt bereits umfangreiches Downloadangebot füllen wir in der kommenden Zeit mit weiteren Materialien auf. Und wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben, wenden Sie sich gerne an uns - wir freuen uns über Ihr Feedback.
MÜNCHEN - Erfolgsmeldung für ambulante Pflegedienste in Bayern: Die Gebührenverhandlungen im SGB XI sind mit einer Erhöhung von 6,08 % zum 1. April 2012 abgeschlossen worden. Der Vertragsentwurf der Pflegekassen liegt dem DBfK Südost nun vor. Damit gibt es ab April deutlich höhere Preise für die Leistungen nach SGB XI. Wesentliche Neuerung ist zudem, dass der so genannte alternative Stundensatz, das heißt die Abrechnung der Pflege nach Zeit, nicht nur für die Stufe 3 gilt, sondern auch für die Stufen 1 und 2. Festgeschrieben wurde zudem, dass jeder Leistungskomplex pro Hausbesuch nur einmal abgerechnet werden kann. Im Schiedsverfahren für die Gebühren der häuslichen Krankenpflege nach SGB V haben die Verhandlungspartner eine außergerichtliche Einigung erreicht. Ebenfalls seit 1. April gibt es eine Preiserhöhung, die in drei Schritten bis 2014 erfolgt. Nach jahrelangen Verhandlungen wurden damit endlich deutliche Erfolge für die ambulante Pflege erreicht. Der DBfK Südost, Bayern-Mitteldeutschland e.V. ist örtliche Schiedsstelle und Koordinierungsstelle der beteiligten Verbände. Die Gebühren gelten nur für Mitglieder. Gebühren und Verträge finden Sie im Downloadbereich.
HANNOVER - Der DBfK Nordwest e.V. veranstaltet den nächsten Beraterkurs gemäß § 45 SGB XI vom 21. bis zum 23. Mai 2012 in der Geschäftsstelle Hannover. Weitere Informationen und Anmeldung sind hier downloadbar.
Tabus in der Pflege im Visier
ERLANGEN – „Gesundheitslücken schließen – vom Wissen zum Handeln“ heißt das Motto am Tag der Pflegenden am 9. Mai 2012 in Erlangen. Im pflegerischen Alltag tun sich immer wieder Lücken auf, zum Beispiel bei Themen, über die man nicht gerne spricht. Mit solchen Tabus beschäftigen sich die Referenten/innen während des Kongresses in Erlangen: „Schmerzen bei Demenz – vielfach unerkannt und unterschätzt“ heißt der Vortrag von Prim. Dr. Andreas Winkler, ärztlicher Direktor des Kur- und Rehabilitationszentrums der Klinik Pirawath in Österreich. Der Facharzt für Neurologie zeigt auf, wie Demenzpatienten/innen Schmerzen wahrnehmen, erleben und ausdrücken.
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| Montag, 21. Mai 2012 Beraterseminar gemäß § 45 SGB XI |
| Mittwoch, 13. Juni 2012 Sektionsmitgliedertreffen - Nordrhein-Westfalen |
| Dienstag, 19. Juni 2012 Sektionsmitgliedertreffen - Schleswig-Holstein |
| Mittwoch, 20. Juni 2012 Sektionsmitgliedertreffen - Niedersachsen |
| Mittwoch, 20. Juni 2012 Sektionsmitgliedertreffen - Bremen |